Grün für Radfahrer, Rot für den Datenschutz?

von Clemens Grünwald

In kaum einer anderen Stadt sind so viele Menschen mit dem Fahrrad unterwegs wie in Kopenhagen. Dort wird nun die Einführung intelligenter Ampeln geprüft. Kopenhagen verfügt über breite Radwege, die sich in der Stadt auf eine Strecke von mehr als 350 km erstrecken. Da es in der Hauptstadt häufig zu Staus kommt, soll die Grünphase der Ampeln nun der Anzahl der Radfahrer angepasst werden: Je mehr Radfahrer vor einer roten Ampel warten, desto länger soll die Grünphase dauern.

Mit der geplanten Installation von Detektoren an Kreuzungsampeln für acht Millionen Euro soll – neben der Vermeidung von Staus – auch das Klimaziel erreicht werden, 2025 die erste CO2-neutrale Hauptstadt der Welt zu sein. Um Aggressionen auf der Straße entgegenzuwirken, wurden auf einer belebten Straße in Kopenhagen Sensoren an Ampeln getestet, die von den Handys der Radfahrer Wifi- oder Bluetooth-Signale empfangen können. Da die meisten Radfahrer ein Mobiltelefon bei sich führen, können Bewegungen im Straßenverkehr leicht beobachtet und Radler schneller durch die Stadt geführt werden. Nicht nur Radfahrer sondern auch Busse sollen von dem neuen System profitieren: Sensoren an den Ampeln sollen in Echtzeit und insbesondere nach Großveranstaltungen genauer erkennen können, wenn sich ein Bus verspätet.

Dass das Vorhaben auch datenschutzrechtliche Implikationen hat, ist den Verkehrsforschern bewusst ...

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  • Clevere Ampelsteuerung: Reiten auf der Handy-Welle

    spiegel.de - 16 Leser, 69 Tweets - Kopenhagen will seine Radfahrer noch mehr verwöhnen: Je mehr von ihnen sich vor einer roten Ampel stauen, desto länger soll die anschließende Grünphase dauern. Bei der Steuerung soll das Handy helfen - deshalb ist die Idee umstritten.

  • Kein Stau mehr: Intelligente Ampeln analysieren Verkehr in Echtzeit

    deutsche-wirtschafts-nachrichten.de - 46 Leser, 9 Tweets - Der Verkehr soll berechnet und beschleunigt werden. Getestet wurde das Pilotprojekt im Bundesstaat Utah. Die Chance auf eine rote Ampel zu treffen soll dadurch auf 25 Prozent gesenkt worden sein. Grundvoraussetzung ist allerdings eine sehr gute Infrastruktur – somit ist die Umsetzung nicht allen großen US-Städten möglich.

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