Der Suhrkamp Verlag und das Münchner Residenztheater einigen sich im Streit um Baal-Inszenierung

von Johannes Flötotto

Castorf-Inszenierung des Brecht-Stücks darf weiterhin gezeigt werden – jedoch weniger oft als geplant

Der Suhrkamp Verlag und das Münchner Residenztheater haben im Streit um die Inszenierung des Brecht-Stücks »Baal« vor dem Landgericht München I am gestrigen Mittwoch einen Vergleich geschlossen. Demnach darf die aktuelle Baal-Inszenierung des Regisseurs Frank Castorf nur noch zweimal gezeigt werden. Eine Aufführung darf entsprechend des Vergleichs am 28. Februar im Residenz Theater München und eine Aufführung bei dem Berliner Theatertreffen im Mai 2015 stattfinden. Jegliche weiteren angesetzten Aufführungen dürfen nicht mehr stattfinden.

Da der Suhrkamp Verlag in der Inszenierung einen Verstoß gegen das Urheberrecht gesehen hat, hatte dieser – mit dem Ziel, weitere Aufführungen zu verhindern – am 30. Januar 2015 einen Antrag auf einstweilige Verfügung beim Landgericht München I gestellt. In einer Stellungnahme des Verlags vom 15. Januar 2015 heißt es, die Inszenierung von Castorf sei eine nicht-autorisierte Bearbeitung des Stückes von Bertolt Brecht, da innerhalb der Produktion umfänglich Fremdtexte verwendet würden.

Darüber hinaus werde die Werkeinheit aufgelöst. Insgesamt seien diese Änderungen nicht durch den bestehenden Aufführungsvertrag gedeckt ...

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