Wenn wegen der Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten ist.

von Ingo Julian Rösch

Ist wegen Beschädigung einer Sache Schadensersatz zu leisten, so kann der Geschädigte

  • statt der Herstellung gemäß § 249 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • auch den dazu erforderlichen Geldbetrag

verlangen.

  • Aufgrund der sich aus § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB ergebenden Ersetzungsbefugnis hat er die freie Wahl der Mittel zur Schadensbehebung (vgl. BGH, Urteile vom 15.10.2013 – VI ZR 471/12 – und – VI ZR 528/12 –; vom 28.06.2011 – VI ZR 184/10 – und – VI ZR 191/10 –; vom 23.01.2007 – VI ZR 67/06 –; vom 15.02.2005 – VI ZR 70/04 –; vom 29.04.2003 – VI ZR 393/02 – und - VI ZR 398/02 -).

Er darf zur Schadensbeseitigung grundsätzlich den Weg einschlagen, der aus seiner Sicht seinen Interessen am besten zu entsprechen scheint (vgl. BGH, Urteile vom 18.01.2005 – VI ZR 73/04 –; vom 23.01.2007 – VI ZR 67/06 –).

  • Die Schadensrestitution ist dabei nicht auf die kostengünstigste Wiederherstellung der beschädigten Sache beschränkt; der Geschädigte muss nicht zugunsten des Schädigers sparen.
    Ihr Ziel ist vielmehr, den Zustand wiederherzustellen, der wirtschaftlich gesehen der hypothetischen Lage ohne das Schadensereignis entspricht (vgl. BGH, Urteile vom 15.10.2013 – VI ZR 471/12 – und – VI ZR 528/12 –; vom 28.06.2011 – VI ZR 184/10 – und - VI ZR 191/10 –; vom 15.02.2005 – VI ZR 70/04 –; vom 29.04.2003 – VI ZR 393/02 –).
  • Der Geschädigte kann jedoch vom Schädiger nach § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB als erforderlichen Herstellungsaufwand nur die Kosten erstattet verlangen, die vom Standpunkt eines verständigen, wirtschaftlich denkenden Menschen in der Lage des Geschädigten zur Behebung des Schadens zweckmäßig und angemessen erscheinen (so BGH, Urteile vom 23.01.2007 – VI ZR 67/06 –; vom 14.10.2008 – VI ZR 308/07 –; vom 12.04.2011 – VI ZR 300/09 –; vom 05.02.2013 – VI ZR 290/11 –) ...
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