Wenn Patient im Krankenhaus wenige Tage nach einer Hüftoperation die Toilette ohne Unterstützung des Pflegepersonals aufsucht und dabei stürzt.

von Nino Herding

Eine Klinik haftet nicht für den Sturz einer Patientin bei einem Toilettengang, wenn die Patientin

  • die Toilette alleine und
  • ohne mögliche Hilfestellungen des Pflegepersonals

aufsucht.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 02.12.2014 – 26 U 13/14 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegendem Fall war die 1940 geborene Klägerin wenige Tage nach einer Hüftoperation, als sie die Krankenhaustoilette ohne Unterstützung des Pflegepersonals aufsuchte, gestürzt, auf einem erhöhten Toilettensitz gefallen, der sich verschob und hatte sich dabei eine Verletzung des linken Oberarms zugezogen, die operativ versorgt werden musste.

Ihre deswegen gegen das Krankenhaus erhobene Klage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, die von der Klägerin u.a. damit begründet worden war, auf einem nur lose aufgelegten Toilettenring ausgerutscht zu sein, hatte keinen Erfolg, weil der 26 ...

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