Wenn es im Treppenhaus durch Zigarettengerüche aus der Wohnung eines rauchenden Mieters zu Beeinträchtigungen anderer Mieter kommt.

von Matthias A. Jelenewski

Eine Geruchsbelästigung der Mitmieter durch Zigarettenrauch, die ein Mieter durch einfache und zumutbare Maßnahmen (etwa die Lüftung über die Fenster) verhindern könnte, kann im Einzelfall

  • eine Störung des Hausfriedens und
  • eine Verletzung vertraglicher Nebenpflichten des Mieters (Gebot der Rücksichtnahme)

darstellen,

  • insbesondere, wenn die Intensität der Beeinträchtigungen ein unerträgliches und gesundheitsgefährdendes Ausmaß erreicht.

Das hat der unter anderem für das Wohnraummietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) mit Urteil vom 18.02.2015 – VIII ZR 186/14 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegendem Fall war dem BGH allerdings eine Beurteilung, ob eine

  • die fristlose Kündigung gemäß § 569 Abs ...
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