Justiz und Medien – aus der Sicht eines Gerichtsreporters

von Liz Collet

Hans Holzhaider ist vielen namentlich bekannt als Gerichtsreporter bei der Süddeutschen Zeitung. Er berichtet seit über 15 Jahren von Strafprozessen mit überregionaler Bedeutung.

Daneben ist er aber auch Verfasser von Artikeln und Büchern zur Lokalgeschichte. Unter anderem erschien von ihm 2006 erschien von ihm “Vor Sonnenaufgang. Das Schicksal der jüdischen Bürger Dachaus”.

Ein Gespräch aus der Sendung vom 29.5.2012, 21.00 Uhr mit Jochen Kölsch können Sie heute bei BR Alpha um 13 Uhr erneut hören.

In dem er unter anderem seine Meinung äussert,

“zwar kein Jurist zu sein, aber nach über 16 Jahren in Gerichtssälen wohl inzwischen einen ganz passablen Juristen abgeben zu können”.

In der Regel hält Holzhaider sich mit juristischen Bewertungen eines Falles vor dem Urteil zurück, obgleich er sich zur Urteilsbildung auch juristisch durchaus kompetent bezeichnet:

“Jedenfalls in Justizkreisen ist ja die sogenannte “Urteilsschelte” verpönt: Viele Juristen glauben, dass das uns Journalisten nicht anstünde. Die Justiz und die Leute, die in der Justiz tätig sind, haben nämlich ein erhebliches Standesbewusstsein, wie man ganz klar sagen muss. Sie denken, sie seien die Fachleute, die sich auskennen, während die anderen nur ihre Nase in diese Dinge reinstecken, aber im Prinzip nichts mitzureden haben. Ich sehe das jedoch nicht so, d. h. ich fühle mich durchaus imstande, mir ein Urteil zu bilden, wenn ich einem Verfahren beigewohnt habe. Dazu muss ich nicht erst zwölf Semester Jura studiert haben.”

Ein durchaus interessanter Diskussionspunkt. Denn eigentlich soll ja jeder Bürger ganz grundsätzlich wissen, was vor allem im Strafrecht im PRINZIP gilt ...

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