eCall – Alarm, wenn´s kracht

von Nils Förster

Alle Hersteller von Neuwagen in Form von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sind ab dem 31. März 2018 verpflichtet, ihre Fahrzeuge mit dem neuen eCall-System auszurüsten. Bei eCall handelt es sich um ein von der Europäischen Union geplantes, EU-weites Notrufsystem:

Rumst es, wird über das Mobilfunknetz an die eCall-Notrufabfragestelle der sog. Mindestdatensatz (MSD) übermittelt. Dieser besteht im Wesentlichen aus der Fahrzeugidentifikationsnummer, dem Unfallzeitpunkt, dem Standort des Fahrzeugs, der Anzahl der Mitfahrer und der Fahrtrichtung des verunfallten Wagens.

Der Notruf kann entweder automatisch durch eingebaute Sensoren im Auto oder manuell ausgelöst werden.

eCall grundsätzlich sinnvoll

eCall soll jährlich hunderte Menschenleben retten, da es durch die sekundenschnelle Information der Rettungskräfte zu einer deutlich verringerten Reaktionszeit führt und sich die Helfer aufgrund der übermittelten Daten gezielter auf das Unfallszenario vorbereiten können. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Rettungskräfte über das eCall-System auch informiert werden, wenn die Fahrzeuginsassen aufgrund des Unfalls nicht mehr in der Lage sind, selbsttätig einen Notruf abzusetzen.

Gegen das eigentliche eCall-System ist aus datenschutzrechtlicher Sicht wenig einzuwenden. In dem Verordnungsentwurf, der dem System zugrunde liegt, ist festgelegt, dass der personenbezogene Mindestdatensatz erst übermittelt werden darf, wenn konkrete Hinweise auf einen Unfall vorliegen. Damit ist ein permanentes Tracking des Fahrzeugs grundsätzlich ausgeschlossen bzw. nicht bezweckt. Ferner ist in dem Entwurf eine Datenschutzklausel vorgesehen, die die Konformität des Systems mit der RL 95/46/EG und 2002/58/EG sicherstellt ...

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