Digitales Erbe – unsterblich im Internet?

von Sebastian Feifel

Während es in der realen Welt nicht möglich ist „für immer“ zu leben, bestehen Accounts in sozialen Netzwerken, Onlinespielen und ähnlichem weiter. Dies mag ein schwacher Trost für diejenigen sein, welche sich nach der Unsterblichkeit sehnen, doch kann dies teilweise zu Schwierigkeiten führen. Insbesondere wenn Angebote mit Kosten verbunden sind oder Verwaltungsaufwand bergen, sind Angehörige daran interessiert, die Accounts zu schließen.

Und bisher war bzw. ist das teilweise gar nicht so einfach. So sind Zugangsdaten, wie Passwörter, meist geheim und mit dem Erbfall geht die Berechtigung nicht ohne weiteres auf den Erben über. Die Daten können zwar zum Beispiel bei einem Notar hinterlegt werden und mit der Verkündung des Testaments an den Erben weitergeleitet werden, dies passiert jedoch noch viel zu selten.

Die Accountbetreiber, seien es soziale Netzwerke, Online-Spiele oder E-Mail-Postfächer, sehen nur in den seltensten Fällen Regelungen vor, wie die Hinterbliebenen Zugriff zu den Accounts erhalten können. So kann man erst seit Mitte Februar im weltweit größten sozialen Netzwerk Facebook in den USA einen sogenannten Nachlassverwalter ernennen, zuvor war es immerhin möglich den Account in einen „Gedenkzustand“ zu versetzen. So kann das Gedenken an die Person auch im Internet betrieben werden ...

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