„Bring your own devices”

von Sebastian Feifel

Es ist schon seit einiger Zeit im Gespräch,[1] wie und ob Arbeitnehmer-eigene elektronische Geräte auch für berufliche Zwecke am Arbeitsplatz oder zur Arbeit benutzt werden können.

Unter dem Schlagwort „Bring your own devices“, oder das Arbeitnehmer-Smartphone als Betriebsmittel, wurde das Thema bekannt und könnte einige Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bringen. Der Begriff wird in einer weiten Auslegung auch auf andere elektronische Geräte, sowie Software ausgeweitet.[2] Es soll sich im Folgenden exemplarisch nur um Smartphones handeln.

Die Nutzung des schon privat vertrauten Geräts für zu einer erhöhten Vertrautheit des Arbeitnehmers mit dem Gerät, verringert den Aufwand immer zwei Geräte mit sich zu führen und kann Kosten auf Arbeitgeberseite einsparen. Dies könnte zu höherer Mitarbeiterzufriedenheit führen. Generell scheint daher das Modell, das eigene Smartphone auch für den Arbeitsalltag einzusetzen, sinnvoll.

Es führt jedoch auch dazu, dass für Lizenzen, Apps und andere Dienste, der Arbeitgeber, bzw. die IT-Abteilung Zugriff auf das jeweilige Gerät haben muss. Auch zu firmeninternen Sicherheitszwecken. Zudem hat der Arbeitnehmer durch die Bereitstellung des Gerätes einen nicht ausgeglichenen Nachteil,[3] welche nur bei einem optionalen Modell nicht nötig wäre.

Fraglich ist aber unter anderem, ob dies zu einem Problem mit dem Arbeitszeitgesetz führt.[4] Gerade Fälle der Rufbereitschaft oder Freizeitarbeit dürfen laut ArbZG nicht der Fall sein, insbesondere dann, wenn sie über der sogenannten Erheblichkeitsschwelle liegen. Wenn der Arbeitgeber dies mitbekommt, hat er dies zu unterbinden, bzw. er darf keinesfalls von Arbeitnehmern Rufbereitschaft verlangen. Leitende Angestellte sind gemäß §18 I Nr. 1 ArbZG von dieser Regelung ausgenommen. Jedoch sollten auch diese versuchen Arbeitnehmern nicht außerhalb der Arbeitszeiten E-Mails zu schreiben ...

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    n-tv.de - 45 Leser, 14 Tweets - Der eine freut sich, wenn die Firma ein iPhone spendiert, für den anderen ist das Diensthandy nur eine zivilisiertere Form der elektronischen Fußfessel. Muss man das Gerät eigentlich annehmen? Und darf der Chef kontrollieren, was man damit macht?

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