Bank verlangt Pauschale bei Überziehung des Kontos

Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 04.12.2014 - 1 U 170/13 Bank verlangt Pauschale bei Überziehung des Kontos Die Deutsche Bank darf keinen Mindestbetrag von 6,90 Euro für eine geduldete Kontoüberziehung fordern. Die Pauschale ist sittenwidrig, weil sie bei einer geringfügigen Überziehung "außerhalb jedes Verhältnisses von Leistung und Gegenleistung" steht, so das OLG Frankfurt am Main. Der Sachverhalt

Überzieht ein Kunde sein Girokonto über das vereinbarte Dispolimit hinaus, fordert die Deutsche Bank dafür einen Zinssatz von derzeit 15,70 Prozent, mindestens aber 6,90 Euro im Quartal, berichtet der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der Mindestbetrag trifft vor allem Kunden, die ihr Konto nur geringfügig überziehen.

Wer zum Beispiel sein Dispolimit fünf Tage lang um zehn Euro überzieht, müsste bei einem Zinssatz von 15,70 Prozent eigentlich nur 2 Cent Überziehungszinsen zahlen. Durch den Mindestbetrag von 6,90 Euro kassiert die Bank das 345-fache. Das entspricht einem Zinssatz von knapp 5.000 Prozent.

Das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (1 U 170/13)

Für geringe Überziehungen verlange die Bank somit eine "exorbitante hohe Gegenleistung", monierten die Richter ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK