Weiterbeschäftigung oder Freistellung bei einer Kündigung

Bei und nach der Kündigung stellt sich für den Arbeitgeber die Frage, ob der Arbeitnehmer besser weiter beschäftigt werden sollte oder ob es vorzuziehen ist, konsequent auf der Beendigung des Arbeitsverhältnisses infolge Kündigung zu bestehen und den Arbeitnehmer von einer weiteren Mitarbeit auszuschließen (Freistellung). Die Antwort ist, wie häufig in der Rechtswissenschaft, differenziert, es kommt drauf an. Eine sofortige Freistellung von der Arbeitspflicht sollte zwingend nur dann erfolgen, wenn der Arbeitnehmer sich nachweislich betriebsschädlich verhalten hat oder wenn das zu befürchten ist. Eine formelle Freistellung von der Arbeitspflicht ist ansonsten allgemein insoweit üblich, als noch Ansprüche des Arbeitnehmers auf Resturlaub bestehen. Dadurch kann ein gesonderter Anspruch auf Bezahlung des nicht genommenen Urlaubs verhindert werden, geregelt in § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz. Etwas anderes gilt bei Krankmeldungen. Nach Ablauf der Kündigungsfrist ist ein besonderer Weiterbeschäftigungsanspruch nach § 102 Abs. 5 BetrVG zu beachten für den Fall, dass der Betriebsrat der Kündigung widerspricht. Einen allgemeinen Anspruch auf Weiterbeschäftigung gibt es nur ausnahmsweise, nämlich bei offensichtlicher Unwirksamkeit der Kündigung ...Zum vollständigen Artikel


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