Privatinsolvenz: Auto behalten?

von Oliver Gothe Syren

Der PKW in der Privatinsolvenz ist ein viel gefragtes Thema: In vielen Fällen, in denen ich zur Schuldenbereinigung oder geordnete Begleitung ins Insolvenzverfahren berate, geht es darum, auch für das Auto eine praktische Lösung zu finden.

Es gibt verschiedene Fallgruppen

PKW in der Insolvenz Eigenes Auto

Es gehört alles zur Insolvenzmasse (wird also vom Insolvenzverwalter verwertet) was pfändbar ist.

Es gibt aber einen sog. Pfändungsschutz (geregelt in § 36 Abs. 1 Satz 1 InsO i.V.m. § 811 Abs. 1 Nr. 5 ZPO) in viele Fällen – z. B. wenn

der Arbeitsplatz mit anderen Verkehrsmitteln zumutbar nicht erreicht werden kann. Hier gibt es nach meiner Erfahrung oft Wege, die Unzumutbarkeit zu begründen, auch wenn die Ehefrau/der Ehemann “das Fahrzeug zur Erwerbstätigkeit benötigt” ist nach einer jungen Entscheidung des BGH (höchstes Zivilgericht) das Auto unpfändbar, der PKW “zur Kompensation der Gehbehinderung und Erleichterung der Eingliederung in das öffentliche Leben dient”, so der Wortlaut einer weiteren frischen BGH-Entscheidung.

Empfehlenswert ist ein rechtzeitiger Dialog mit dem vom Insolvenzgericht eingesetzten Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder (Verbraucherinsolvenz). In vielen Fällen habe ich erlebt, dass ich vernünftig mit dem Verwalter reden kann. Auch wenn kein Fall der Unpfändbarkeit (s. aufgezählte Fälle) begründet werden kann, gibt es Wege, das Auto zu behalten bzw. aus der Insolvenzmasse zu übernehmen ...

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