Commerzbank verkauft 72jährigen Solingerin spekulativen Schiffsfonds – Klage erhoben zum Landgericht Wuppertal

von B. Dimsic, LL.M.
Commerzbank und die unendliche Geschichte der falschen Anlageberatung

Vor dem Landgericht Wuppertal hat Rechtsanwalt B. Dimsic, LL.M. der Kanzlei Dimsic & Tasci (Düsseldorf | Solingen) Klage gegen die Commerzbank AG eingereicht. Die Commerzbank in Solingen verkaufte der Mandantin, welche im Jahr 1934 (!) geboren wurde im Jahr der Zeichnung 2008 bereits 74 Jahre alt gewesen war, einen hochspekulativen geschlossenen Schiffsfonds mit einer Laufzeit von 28 Jahren. Bei prospektierter Auflösung des Fonds im Jahr 2036 wäre die Mandantin sodann 102 Jahre alt.

Es erfolgte auch hier wie so häufig keine Aufklärung über

  • die bestehende Interessenkollision aufgrund von versteckten Provisionszahlungen an die Commerzbank AG (Rückvergütungen, „Kick-Backs“),
  • die Tatsache, dass es sich um eine hochspekulative Anlage handelt, die sich nur für entsprechend spekulativ eingestellte Anleger eignet,
  • das Totalverlustrisiko,
  • die mangelhafte Fungibilität,
  • das Risiko des Wiederauflebens der Kommanditistenhaftung,
  • die erhebliche Fremdfinanzierung,
  • das Währungsrisiko sowie die 105 %-Klausel.

Darüber hinaus wurde die Mandantin ebenfalls bei Zeichnung Ende 2008 nicht darüber aufgeklärt, dass sich die weltwirtschaftliche Situation erheblich verschlechtert hatte, was wiederum auch Auswirkungen auf den Schiffsfonds CFB Nr. 167 und die prospektierte Entwicklung haben würde.

Landgericht Wuppertal hat bereits einen Beratungsfehler ausreichen lassen

Das Landgericht Wuppertal hat vor nicht allzu langer Zeit bereits einen Beratungsfehler für die Haftung einer Bank ausreichen lassen, nämlich die unzureichende Aufklärung über das Risiko des Wiederauflebens der Kommanditistenhaftung.

„Die Natur der Ausschüttungen als teilweise Kapitalrückzahlungen und ein damit verbundenes Risiko des Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs ...

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