Kampf gegen Verschlüsselungen

von Sebastian Feifel

Ist unsere Privatsphäre wieder gefährdet? Durch unsere eigenen, gewählten Volksvertreter? Und stimmt es, dass große Firmen versuchen uns beizustehen?
So titelte zumindest ein Onlineblog , mit Verweis auf Aussagen von Thomas de Maizière, David Cameron und Barack Obama. So soll es Bürgern verboten sein, in Zukunft Verschlüsselungsdienste in Anspruch zu nehmen oder private Kommunikation zu verschlüsseln. Darüber hinaus sollen Sicherheitsbehörden Zugriff auf die Kommunikation durch die Unternehmen gewährt bekommen.

Die seit dem NSA-Skandal sich stärker verbreitende Verschlüsselung privater Kommunikation, um sich vor Abhörmaßnahmen von Geheimdiensten und Hackern zu schützen, sind den Politikern und Abhördiensten ein Dorn im Auge. Verschlüsselungen erschweren es Angreifern Kommunikationsvorgänge zu überwachen oder Daten abzuschöpfen. Informations- und Geheimdienste versuchen durch die Überwachung der Kommunikation die Sicherheit zu gewährleisten.

Während US-Präsident Obama nur die Kommunikationsanbieter, wie Google, Microsoft oder Apple, verpflichten möchte, den Geheimdiensten die Informationen zur Verfügung zu stellen und de Maizière vor allem deutsche Geheimdienste verbessern möchte, will Prime Minister Cameron einen Rundumschlag: Datenübermittlung durch Anbieter, verbesserte Dechiffrierung durch Geheimdienste und bestmöglich generell ein Verbot von Verschlüsselung.

Im Vereinigten Königreich muss man den Geheimdiensten bereits jetzt schon Zugang zu verschlüsselter Kommunikation ermöglichen , andernfalls drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis.
George Orwell’ 1984 lässt grüßen.

Die Terrorismus-Abwehr mag zwar ein hehres Ziel sein, doch heiligt der Zweck nicht alle Mittel ...

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