Gewässerschutz: Aussetzen von Enten in Lüdersburger Teichen unzulässig

Verwaltungsgericht Lüneburg, Beschluss vom 12.02.2015 - 6 B 2/15 Gewässerschutz: Aussetzen von Enten in Lüdersburger Teichen unzulässig Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat mit Beschluss (Az.: 6 B 2/15) entschieden, dass eine Anordnung des Landkreises Lüneburg rechtmäßig ist, die das Aussetzen und Füttern von Enten aus Gründen des Gewässerschutzes untersagt. Die Teiche seien so stark verunreinigt, dass der Naturhaushalt erheblich gestört sei. Der Sachverhalt

Die Antragstellerin ist Eigentümerin eines Jagdbezirkes in Lüdersburg. Sie führt dort einen Betrieb mit Hotel, Golfplatz, Land- und Forstwirtschaft sowie ein Jagdgatter. Die Antragstellerin setzt jährlich in dort vorhandenen 7 Teichen nach kurzer Anzucht in Folientunneln bis zu einige tausend Enten aus, die sie zur Auswilderung gekauft hat, und füttert diese über mehrere Monate. In der Jagdsaison führt sie mehrere Entenjagden durch, bei denen jährlich ca. 2000 Enten erlegt werden.

Der Landkreis Lüneburg stellte aufgrund von Hinweisen des NABU Mitte 2014 fest, dass die Teiche durch den hohen Besatz mit Enten einen viel zu hohen Nährstoffgehalt aufwiesen, der Sauerstoffgehalt zu niedrig war und ein "Umkippen" der Gewässer infolge zu starker Pflanzen-/Algenbildung drohte.

Vom NLWKN entnommene Proben bestätigen eine sehr hohe Belastung der Teiche mit Phosphor, Stickstoff und organischen Stoffen ...

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