Gehören meine Facebook-Freunde dem Arbeitgeber?

Unternehmen präsentieren sich in sozialen Netzwerken, ihre Mitarbeiter vernetzen sich über diese Plattformen auch mit den Kunden des Unternehmens. Was mit den auf diese Weise erstellten Kundenlisten nach dem Ausscheiden des Mitarbeiters passiert, ist bislang rechtlich weitgehend ungeklärt. Unternehmen sollten sich daher gegenüber dem Mitarbeiter absichern.

Kontakte und Kunden in sozialen Netzwerken

Soziale Netzwerke sind nicht nur bei Privatpersonen beliebt, immer mehr Unternehmen nutzen die Möglichkeit, sich auf diesen Plattformen zu präsentieren. Dabei bieten soziale Netzwerke nicht nur die Möglichkeit zur Unternehmenspräsentation, sondern auch zur Vernetzung von Mitarbeitern und Kunden.

Nicht in jedem Portal läuft der Kontakt dabei über das Profil des Unternehmens, vielfach vernetzen sich die Mitarbeiter über das ihnen persönlich zugeordnete Profil mit Geschäftskontakten. Solange das Arbeitsverhältnis Bestand hat, ist dagegen nichts einzuwenden. Schwierig wird es, wenn sich eines Tages die Wege von Unternehmen und Mitarbeiter trennen. Mitunter besteht die Gefahr, dass der Mitarbeiter die in seinem Nutzerprofil hinterlegten Kontakte und damit Adressen von Kunden „mitnimmt“, um sie – schlimmstenfalls – in seinem neuen Job bei einem Konkurrenzunternehmen weiterzunutzen. Dann kann zum Streitpunkt werden, ob der Mitarbeiter dazu verpflichtet werden kann, die während des Arbeitsverhältnisses aufgebauten Online-Kontakte zu den Kunden seines früheren Arbeitgebers aus seinem Nutzerprofil zu löschen.

Keine Probleme bei rein privaten Profilen

Eindeutig ist die Rechtslage nur bei privaten Profilen ohne Bezug zum Arbeitgeber: Die hier bestehenden Kontakte gelten als Privatkontakte des Arbeitnehmers, auf die das Unternehmen keine Zugriffsmöglichkeit hat. Nach dem Ausscheiden des Mitarbeiters hat das Unternehmen daher keinen Anspruch auf Löschung der im geschäftlichen Umfeld aufgebauten Kontakte des Mitarbeiters ...

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