Exhumierung zur Vaterschaftsfeststellung

von Hans Robert Ilting

Exhumierung zur Vaterschaftsfeststellung

RA Hans-Robert Ilting

15. Februar 2015 Hans-Robert Ilting, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht

Der BGH hat entschieden, dass das postmortale Persönlichkeitsrecht eines Verstorbenen bei einer für die Feststellung der Vaterschaft erforderlichen DNA-Untersuchung im Zuge einer Exhumierung regelmäßig hinter das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung zurücktritt. Dies gilt jedenfalls dann, wenn ausreichende Anhaltspunkte für eine mögliche Vaterschaft vorliegen. diese Rechtsprechung hat natürlich auch Bedeutung im Erbrecht, da dort bekanntlich Abkömmlinge zu den gesetzlichen Erben gehören.

Die 1944 geborene und in der früheren DDR aufgewachsene Klägerin begehrte die Feststellung, dass der 2011 verstorbene S. ihr Vater sei. Sie behauptet, dass dieser in der gesetzlichen Empfängniszeit mit ihrer Mutter geschlechtlich verkehrt habe. Diese habe ihr an ihrem 18. Geburtstag die Vaterschaft von S. offenbart. Die Mutter habe sie in den Nachkriegsjahren zu der Familie S ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK