Formen von Vorsatz und Fahrlässigkeit im Strafrecht

von Jean Marc Chastenier

Im Strafrecht existieren Vorsatz und Fahrlässigkeit in diversen Abstufungen. Ob es sich um einen vorsätzlich oder fahrlässig begangenen Straftatbestand handelt, entscheidet zuweilen darüber ob der Täter überhaupt bestraft wird, denn gemäß § 15 StGB ist ausschließlich vorsätzliches Handeln strafbar, sofern die Fahrlässigkeit nicht ausdrücklich unter Strafe gestellt wird (z.B Fahrlässige Tötung – § 222 StGB, fahrlässige Körperverletzung – § 229 StGB …).

Dabei ist die Unterscheidung zwischen den einzelnen Formen nicht immer eindeutig zu treffen. Besonders der Unterschied zwischen dem Eventualvorsatz und der bewussten Fahrlässigkeit stellt regelmäßig eine Herausforderung dar. Im Folgenden finden Sie eine knapp gehaltene Übersicht über die verfügbaren Vorsatz- und Fahrlässigkeitsformen im Strafrecht. Bitte beachte, der folgende Beitrag bezieht sich ausschließlich auf das Strafrecht, es ergeben sich Unterschiede im Zivilrecht.

I] VorsatzformenVorsatz ist das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung.

Wissen = Kognitives / interllektuelles Element

Wollen = Voluntatives Element

1) Die Absicht

Bezeichnung: Absicht Lat. Ausdruck: dolus directus 1. Grades Definition: Der Täter besitzt den zielgerichteten Willen den Erfolg herbeizuführen ...

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