Täterwissen bei Auszubildenden kann den Ausbildungsplatz kosten

von Liz Collet

Eine gestern beim Bundesarbeitsgericht ergangene Entscheidung ist ein insturktives Beispiel dafür, dass und was man als Auszubildender nicht nur nicht tun, sondern auch nicht sagen sollte, wenn man seinen Ausbildungsplatz behalten will.

Aber auch welche Darlegungs- und Beweislastfolgen das haben kann, was einer als Täterwissen gehabt haben und geäussert haben soll.

Im gestern entschiedenen Fall führte der dringende Verdacht einer schwerwiegenden Pflichtverletzung des Auszubildenden zur Bejahung eines wichtigen Grundes zur Kündigung des Berufsausbildungsverhältnisses nach § 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG, weil der Verdacht auch bei Berücksichtigung der Besonderheiten des Ausbildungsverhältnisses dem Ausbildenden die Fortsetzung der Ausbildung objektiv unzumutbar macht.

Folgendes war geschehen, das dieser Entscheidung zugrundelag:

Der Kläger absolvierte bei der Beklagten ab dem 1. August 2010 eine Berufsausbildung zum Bankkaufmann.

Am 20. Juni 2011 zählte er das sich in den Nachttresor-Kassetten einer Filiale befindliche Geld.

Später wurde ein Kassenfehlbestand von 500,00 Euro festgestellt.

Nach Darstellung der Beklagten nannte der Kläger in einem Personalgespräch von sich aus die Höhe dieses Fehlbetrags, obwohl er nur auf eine unbezifferte Kassendifferenz angesprochen worden war ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK