Geschäftsanteile in Euro – nicht in DM

Die Euro-Umstellung ist nun schon über 10 Jahre her. Allerdings ist in vielen Gesellschaften nach wie vor das Stammkapital bzw. die Geschäftsanteile in DM ausgedrückt. Bei Gründung der Gesellschaft vor der Euro-Umstellung und zu keinem Zeitpunkt aktualisierter Satzung, ist dies zwingend der Fall. Gemäß § 5 Abs. 2 GmbHG muss der Nennbetrag jedes Geschäftsanteils auf volle Euro lauten.

Wenn man sich nun zum Beispiel einen noch auf 10.000 DM lautenden Geschäftsanteil anschaut, so wird schnell deutlich, dass darin ein doppelter Verstoß gegen § 5 GmbHG liegt. Zum einen lautet der Geschäftsanteil nicht auf Euro sondern auf DM, zum anderen entsprechen 10.000 DM einem Betrag von 5112,92 €, also ist kein voller Euro-Betrag gegeben.

Zwar trifft die Übergangsvorschrift des § 1 Abs. 1 S.1 EGGmbHG einen gewissen Bestandsschutz für Altgesellschaften. Dieser greift jedoch nur bei unveränderter Fortführung der Gesellschaft ein. Gemäß § 1 Abs. 1 S. 4 EGGmbHG ist eine Umstellung des Stammkapitals auf Euro bei Änderung des Stammkapitals erforderlich.

Vielen Gesellschaftern ist nicht bekannt, dass sich, etwa wenn ein Geschäftsanteil eingezogen werden soll, hieraus Probleme ergeben können ...

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