Bayerischer Bezirketag: Gedenken der Opfer der NS-Gewaltherrschaft – Albus: „Niemand ist vergessen”

13. Februar 2015

Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer Mahnwache erinnerten in diesen Tagen mehr als 120 Teilnehmer der 25 Patienten, die am 18. Januar 1940 aus der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar von den Nationalsozialisten deportiert und dann ermordet wurden. Dieser Transport war der Auftakt zu weiteren Deportationen. Mehr als 3000 Patienten fielen schließlich der sogenannten „T4- Aktion“ und der Euthanasie damals zum Opfer.

„Niemand ist vergessen! Und unsere Aufgabe ist es, die Erinnerung nicht verblassen zu lassen. Wir tragen die Verantwortung, dass so etwas Schreckliches nie wieder passiert“, spannte Professor Dr. Dr. Margot Albus, die Ärztliche Direktorin des Klinikums München-Ost, den Bogen aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft.

Nazis hatten die Patienten als „Ballastexistenzen“ bezeichnet, um die spätere Ermordung vorzeitig zu „begründen“. Bereits im ökumenischen Gottesdienst hatte Pastoralreferent Josef Germeier die Ängste und Sorgen der damaligen Patienten verdeutlicht. Viele vermuteten, dass die angebliche Verlegung in eine andere Anstalt eine Fahrt in den Tod werden würde. In ihren letzten Briefen versuchten sie, Angehörigen Trost zu spenden:

„Ich sage allen herzlichen Dank und auf Wiedersehen, wenn nicht in dieser Welt, dann hoffentlich im Himmel“, schrieb etwa ein Sohn an seine Mutter ...Zum vollständigen Artikel

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