Abfärbewirkung gewerblicher Einkünfte

Der Bundesfinanzhof hat in drei aktuellen Urteilen seine Rechtsprechung zur auf eine GbR mit überwiegenden Einkünften aus selbständiger Arbeit bestätigt.

Einkünfte einer Personengesellschaft aus selbständiger Arbeit

Nach ständiger Rechtsprechung des BFH entfaltet eine Personengesellschaft nur dann eine freiberufliche Tätigkeit im Sinne von § 18 EStG, wenn sämtliche Gesellschafter die Merkmale eines freien Berufs erfüllen, da die tatbestandlichen Voraussetzungen der Freiberuflichkeit nur von natürlichen Personen erfüllt werden, aber nicht von der Personengesellschaft selbst. Das Handeln der Gesellschafter in ihrer gesamthänderischen Verbundenheit und damit das Handeln der Gesellschaft darf kein Element einer nicht freiberuflichen Tätigkeit enthalten.

Nach ständiger Rechtsprechung des BFH ist es jedoch unschädlich, wenn die Gesellschafter der Personengesellschaft neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit auch eine sonstige selbständige Arbeit im Sinne von § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG ausüben (sog. interprofessionelle Mitunternehmerschaft), solange die Gesellschafter auch hinsichtlich dieser Tätigkeit die oben dargestellten Anforderungen erfüllen (zuletzt BFH-Urteil vom 26. Januar 2011 VIII R 3/10, BFHE 232, 453).

Sofern die Gesellschafter bei der Ausübung ihrer freiberuflichen oder sonstigen selbständigen Arbeit der Mithilfe fachlich vorgebildeter Mitarbeiter bedienen, müssen die Gesellschafter dennoch auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig sein (§ 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG) ...

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