Oh, (Monster) Backe! oder: Wie irreführend ist das tägliche Glas Milch im Früchtequark

von Rüdiger Wulf

(BGH, Urt. vom 12.02.2015, I ZR 36/11)

Im Bereich der Ernährung ist mir lange schon nicht mehr klar, was gesund ist und was nicht. Milch jedenfalls -so sagte man mir kürzlich- sei schon seit längerem umstritten, in meinem persönlichen Umfeld sogar derart, dass engagierte Eltern unter der tatkräftigen Führung einer Lehrkraft aktiv gegen die Schulmilch vorgehen.

Dabei hatten wir noch gelernt, wie wichtig Milch beim Aufwachsen eines Kindes sei. Auch die Firma Ehrmann verharrte noch in diesem Denken, als sie ihren mir ansonsten nicht weiter bekannten Früchtequark »Monsterbacke« mit den Worten bewarb „So wichtig wie das tägliche Glas Milch!“.

Das jedoch rief die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. auf den Plan, die meinte: Wenn Ehrmann schon so tue, als sei der Früchtequark wichtig wie Milch, dann müsste das Unternehmen aber bitte auch über die Unterschiede und insbesondere über den wesentlich höheren Zuckergehalt des Früchtequarks gegenüber der Milche aufklären. Alles andere sei irreführend.

Nachdem sich seit 2010 erst das Landgericht Stuttgart, dann das Oberlandesgericht Stuttgart und im letzten Jahr sogar der Europäische Gerichtshof mit dem Satz „So wichtig wie das tägliche Glas Milch!“ beschäftigt hatten, entschied der Bundesgerichtshof (I ZR 36/11) heute nun, dass der normale Verbraucher sehr wohl zwischen Milch und Früchtequark unterscheiden könne (Danke, BGH!) ...

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