Kündigungsschutz nach dem Türkischen Arbeitsrecht

­­Der Kündigungsschutz des Arbeitnehmers im türkischen Recht ist ein noch recht junges Rechtsinstitut. Bis 2002 bestand eine Kündigungsfreiheit für den Arbeitgeber. Der Kündigungsschutz wurde erst im Jahre 2002 mit dem Gesetz Nr. 4773 geregelt und im Jahre 2003 auch in dem neuen Arbeitsgesetzbuch verankert.

Welche Arbeitnehmer fallen unter den Kündigungsschutz?

Kündigungsschutz genießen gemäß Art.18 des türkischen Arbeitsgesetzbuches diejenigen Arbeitnehmer, die seit mindestens 6 Monaten unbefristet in einem Betrieb tätig sind, in dem insgesamt 30 oder mehr Arbeitnehmer beschäftigt sind.

War der Arbeitnehmer in mehreren Betrieben des gleichen Arbeitgebers beschäftigt, sind zur Berechnung der sechsmonatigen Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers alle Beschäftigungen des betreffenden Arbeitnehmers in jedem der Betriebe zusammenzunehmen. Die Mitarbeiterzahl des Arbeitgebers mit mehreren Betrieben in einem Wirtschaftszweig ergibt sich aus der Gesamtzahl der Mitarbeiter aller dieser Betriebe.

Ausgenommen vom Kündigungsschutz sind die Arbeitgebervertreter. Damit sind die Geschäftsführer und sonstige leitenden Arbeitskräfte, wie Manager oder Direktoren gemeint, die den Betrieb als Ganzes führen oder den Arbeitsplatz verwalten und insbesondere über die Befugnis verfügen, Arbeitnehmer anzustellen und zu entlassen.

Im Rahmen des Kündigungsschutzes können Arbeitsverträge nur dann gekündigt werden, wenn ein zur Kündigung berechtigender Grund vorliegt. Die Kündigung kann auf dem Verhalten des Arbeitnehmers beruhen oder auf betriebsinternen Gründen. Im Falle der Kündigung aus einem berechtigten Grund, müssen die gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfristen sowie Formvorschriften beachtet werden ...

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