Schwierige Entsiegelung von Anwaltsakten

Schwierige Entsiegelung von Anwaltsakten

Bei einem Anwalt, welcher der Geldwäscherei verdächtigt wird, sind Akten aus der Anwaltskanzlei beschlagnahmt und versiegelt worden. Mit der Entsiegelung tun sich alle Beteiligten ausserordentlich schwer und wenden sich abwechslungsweise ans Bundesgericht, das sich bereits dreimal mit der Angelegenheit befassen musste (vgl. dazu die ersten beiden Entscheide BGer 1B_427/2013 vom 22.01.2014, 1B_261/2014 vom 08.09.2014). Während das Bundesgericht auf die beiden ersten Beschwerden nicht eintrat, hat es nun im dritten Entscheid den Entsiegelungsentscheid der Vorinstanz kassiert (BGer 1B_345/2014 vom 09.01.2015). Eine wesentliche Frage, die bereits im erstgenannten Entscheid aufgeworfen wurde, hat es hingegen wiederum nicht beantwortet (s. dazu unten).

Die nun vom Bundesgericht entschiedene Aufhebung des Entsiegelungsentscheid basierte auf einer mir völlig unverständlichen Gehörsverletzung. Dem Anwalt wurde das Triage-Gutachten nicht eröffnet (vgl. dazu Art ...

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