Reminder: Seit 2014 können Sie eine Verzugspauschale i.H.v. EUR 40,00 bei Zahlungsverzug im B2B-Bereich berechnen!

von Rechtsanwältin Gloria M. Reich

Nein, wir kommen mit diesem Artikel über die Anhebung der Verzugspauschale auf EUR 40,00 nicht zu spät! Uns ist nur aufgefallen, dass die Gesetzesänderung den am Wirtschaftsleben Teilnehmenden einfach noch nicht geläufig ist. Deswegen die Fakten hier noch einmal in Kürze: befindet sich der Schuldner einer Entgeltforderung mit der Begleichung seiner Rechnung in Verzug, hat der Gläubiger einen Anspruch auf Zahlung einer Verzugspauschale in Höhe von EUR 40,00. Dies gilt nur im B2B-Bereich, nicht gegenüber Verbrauchern! Die Regelung gilt auch im Rahmen von Abschlags- oder Ratenzahlungen! Die Regelung ist nur auf solche Schuldverhältnisse anzuwenden, die nach dem 29. Juli 2014 zu Stande gekommen sind. Außerdem wurde der Verzugszins von 8 Prozentpunkten auf 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz angehoben, vgl. § 288 Abs. 2 BGB. Vereinbarungen, die das Recht des Gläubigers auf Geltendmachung der Verzugspauschale ausschließen oder beschränken sollen, werden nach § 288 Abs. 6 S. 3 BGB als grob unbillig, folglich als unwirksam angesehen. Die Verzugspauschale tritt neben die Verzugszinsen, wird im Rahmen einer weiteren Rechtsverfolgung auf die dadurch entstehenden Kosten angerechnet. Wann können Sie diese Pauschale gegenüber Ihrem Schuldner geltend machen?

Sobald er sich mit der Begleichung einer Entgeltforderung in Verzug befindet.

Wann kommt ein Schuldner in der Regel in Verzug?

Im Regelfall haben Sie dem Schuldner eine Zahlungsfrist gesetzt ...

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