Haftungsfallen für Geschäftsführer

Um ungewollte Haftungsfallen zu vermeiden, sollte sich der Geschäftsführer einer Gesellschaft vor Aufnahme seiner Tätigkeit vor Augen führen, welche Pflichten er hat, und welche Entscheidungen er alleine treffen kann, respektive für welche Entscheidungen er die Zustimmung der Gesellschafterversammlung benötigt.

Gemäß § 43 Abs. 1 GmbHG hat der Geschäftsführer in Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns anzuwenden. Zu beachtender Standard ist derjenige einer Person in der verantwortlichen leitenden Stellung des Verwalters eines fremden Vermögens. Auch diese Umschreibung ist sehr theoretisch. Es kommt auf die Umstände des Einzelfalls an.

Welche Entscheidung hat der Geschäftsführer auf welcher Grundlage getroffen? Entsprach diese Entscheidung der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns? Nach Abs. 2 des § 43 GmbHG haftet der Geschäftsführer, der seine Obliegenheiten verletzt, der Gesellschaft für den dadurch entstandenen Schaden.

Beim Treffen von unternehmerischer Entscheidungen hat der Geschäftsführer das Gesetz, seinen Anstellungsvertrag und eine bestehende Geschäftsordnung (siehe dazu) zu beachten. Außerdem muss der Geschäftsführer Weisungen der Gesellschafterversammlung beachten. Er muss sich im Rahmen seines pflichtgemäßen Ermessens halten ...

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