"Dass ich paranoid bin, bedeutet nicht, dass ich nicht verfolgt werde." - Gedanken anlässlich der HSBC-Affäre

von Stefan Wolter

Das Phänomen der "abhandengekommenen" Daten ausländischer Banken wird meist diskutiert unter dem Aspekt der Zulässigkeit des Erwerbs solcher Daten.

Heute möchte ich in bester Tradition der vielen Verschwörungstheoretiker im World-Wide-Web eine Hypothese zur möglichen Herkunft dieser Daten aufstellen: die offizielle Version in diesen Fällen lautet regelmäßig, dass die Daten von einem Bankmitarbeiter abgezweigt und dann an die Behörden veräußert wurden. Dies mag so sein.

Vorstellbar ist allerdings auch, dass die Daten durch nachrichtendienstliche Spionage erlangt werden und dann über die Brücke eines "Sündenbocks" - des Bankmitarbeiters - scheinbar legal in den Apparat der Steuersttrafverfolgungsbehörden überführt werden. Vorstellbar ist auch, dass Nachrichtendienste geneigte Bankmitarbeiter bei der Erlangung der Daten unterstützen.

Als unbefangener, aber sachkundiger Betrachter der Materie frage ich mich, wie es sein kann, dass bei Banken, deren wesentlicher Geschäftsinhalt das Führen von Schwarzkonten ist, ständig irgendwelche profanen Datenlecks auftauchen können. Man sollte meinen, dass die Sicherheitssysteme der Banken insbesondere vorsehen, dass sensible Daten nur in Form eines Mehraugensystems abgesichert sind. Vergleichbar den Sicherungsmechanismen in Atomraketensilos ...

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