Von Alibaba zu ABIDA – ein neues Forschungscluster zu Big Data in Münster

Die geheime Macht der Information spürte schon Alibaba, als er das Paßwort zum Ausgang aus der Schatzhöhle vergaß (siehe Hoeren, MMR 1998, Beilage 9, 6 ff.). Und heute im digitalen Zeitalter sind Daten geldwert, sind Informationen die Währung des Internet. Es immer größere Datensammler, Datenkontrolleure, Datenauswerter. Die Macht von Google oder Facebook entzieht sich ebenso der klassischen Rechtsordnung wie die Daten-Begehrlichkeiten der Sicherheitsbehörden.

Hier setzt nun ABIDA ein. Unter diesem Namen startet zum Frühjahr 2015 am ITM (Universität Münster) das interdisziplinäre Forschungscluster ABIDA (Assessing Big Data). ABIDA ist ein BMBF-Projekt, das das ITM und das Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) geschäftsführend organisieren. Dem Projekt angeschlossen sind ferner die HU Berlin, die TU Dortmund, die LMU München sowie nicht zuletzt dem Institut für Rechtsinformatik der Universität Hannover. Das Projekt wird mit ca. 7 Millionen Euro finanziert, verteilt auf 4 Jahre.

Inhaltlich geht es um die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Philosophen, Ökonomen, Informatikern, Politologen und Juristen im Bereich Big data. Big data ist ein Schlagwort für die Auswertbarkeit größter Datenmengen und die damit verknüpften Auswirkungen etwa im Hinblick auf Privatsphäre, Eigentumsfähigkeit von Daten, Datenqualität, Datenbankrechte (in der Presse derzeit im Zusammenhang mit digitalen Stromzählern, Datarecordern im Auto, Industrie 4.0 etc. diskutiert). Das BMBF fördert hierzu drei Cluster – zwei Informatikcluster koordiniert über Saarbrücken und Berlin und ABIDA als geisteswissenschaftliches Cluster koordiniert durch Münster.

Die Erzeugung, Verknüpfung und Auswertung großer Datenmengen gewinnt in nahezu allen Lebensbereichen rasant an Bedeutung ...

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