Arbeitszeitbetrug bei Heimarbeit lohnt sich nicht

Ein Beitrag von anwalt.de Arbeitszeitbetrug bei Heimarbeit lohnt sich nicht Heimarbeit ist verständlicherweise bei Beschäftigten sehr beliebt. Kann man sich doch z. B. seine Arbeitszeit flexibel einteilen sowie den oft stressigen Arbeitsweg - und damit Kosten und Nerven - ersparen. Allerdings birgt sie auch Risiken...

So muss man den "inneren Schweinehund" überwinden und sich tatsächlich an die Arbeit machen - auch wenn das Wetter noch so schön ist oder man eigentlich noch im Bett liegen bleiben möchte. Ferner sollte der Heimarbeiter seine Arbeitszeitliste korrekt führen - falsche Angaben stellen nämlich einen Arbeitszeitbetrug dar, der eine außerordentliche Kündigung des Beschäftigten rechtfertigt.

Angestellte gibt falsche Arbeitszeiten an

Eine Frau war in einem Unternehmen als Bürokraft tätig, zu deren Hauptaufgabe das Pflegen einer Datenbank gehörte. Während sie im Betrieb diesbezüglich diverse Vorbereitungsarbeiten, wie z. B. Recherche nach Datensätzen, erledigen musste, durfte sie die Eintragungen in die Datenbanken an drei Wochentagen von zu Hause aus vornehmen. Wie lange sie zu Hause gearbeitet hatte, musste sie in einer eigenen Arbeitszeitliste dokumentieren und in eine betriebliche übertragen. Angeblich geleistete Überstunden verlegte sie dabei zeitlich in den im Büro einzuhaltenden Gleitzeitrahmen, um zu gewährleisten, dass sie auch bezahlt werden. Insgesamt vermerkte sie in ihrer Arbeitszeitliste jedoch mehr Arbeitsstunden, als sie tatsächlich geleistet hatte.

Als die Heimarbeiterin Bezahlung von Überstunden verlangte, überprüfte der Chef ihre Arbeitszeiten. Hierzu wertete er die Eingabezeiten in der Datenbank aus - also wann die Mitarbeiterin welche Datensätze bearbeitet bzw. neu angelegt hat. Dabei fiel auf, dass sie in Wahrheit nur die Hälfte der behaupteten Zeit tatsächlich gearbeitet hat. Er kündigte daraufhin das Arbeitsverhältnis nach Anhörung des Betriebsrats fristlos ...

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