Sag mir, was Du kaufst, und ich sag Dir wer Du bist…

von Daniel Stolper

…Oder in diesem Fall eher: Sag mir, wo Du wann eingekauft hast und wie viel Du dabei bezahlt hast.

Ein Forscherteam aus den USA und aus Dänemark hat sich in der Studie “Unique in the shopping mall: On the reidentifiability of credit card metadata“ mit der Frage auseinandergesetzt, ob es möglich ist, eigentlich „anonyme“ Daten dennoch bestimmten Personen zuzuordnen. Als Versuchsdaten wurden Metadaten von Kreditkartentransaktionen genutzt. Insgesamt wurden Metadaten von 1,1 Millionen Nutzern, die über einen Zeitraum von 3 Monaten angefallen waren analysiert. Die Daten erhielt das Forscherteam von 10.000 Geschäften, bei denen zuvor Kreditkartenzahlungen vorgenommen wurden.

Was sind Metadaten?

Metadaten oder Metainformationen sind Daten, die Informationen über Merkmale anderer Daten enthalten, aber nicht diese Daten selbst. Für die Studie wurden nur die folgenden Kreditkarten-Metadaten analysiert:

  • Das Geschäft, in dem die Kreditkarte eingesetzt wurde,
  • der Ort, in dem die Karte eingesetzt wurde,
  • das Datum des Einkaufs
  • und die gezahlte Summe.

Eindeutige Identifikations-Informationen wie etwa Name, Konto- und Kartennummer oder Angaben zur genauen Uhrzeit der Transaktion und dem gekauften Produkt wurden aus dem Datensatz entfernt.

Die genannten Metadaten enthielten also keine persönlichen Angaben zu den Personen, die mit den Kreditkarten gezahlt hatten ...

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