Notarzt: Antrag auf Strafbefehl zurückgenommen

von Mirko Laudon

Manchmal zahlt sich Öffentlichkeit aus: Für den Notarzt, der nach einer Einsatzfahrt angezeigt wurde und einen Strafbefehl über 4.500 Euro erhielt, wendet sich nun doch alles zum Guten. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt zog den Antrag auf Erlass eines Strafbefehls zurück, die Klagrücknahme sei heute um 11:11 Uhr per Fax beim Amtsgericht Neuburg eingegangen.

Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn

Der Mediziner war im April 2014 von der Rettungsleitstelle Ingolstadt ins 10 Kilometer entfernte Karlshuld geschickt worden, wo ein zweijähriges Mädchen Schnellkleber verschluckt hatte und nun zu ersticken drohte. Auf der Fahrt dorthin musste der Mediziner mehrere Autos überholen, nutzte für diese Einsatzfahrt jedoch auch Sonderrechte mit Blaulicht und Martinshorn. Ein Autofahrer zeigte ihn dennoch an, weil er angeblich scharf abbremsen und ausweichen musste. Der Notarzt erhielt daraufhin einen Strafbefehl über 4.500 Euro zugestellt, wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gem. § 315c StGB ...

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