Internet der Dinge: Ist der Betrieb bestimmter Smart-TVs strafrechtlich relevant?

von Sven Venzke-Caprarese

Liest man aktuelle Meldungen zur Datenverarbeitung moderner Smart TVs, kann man sich die Frage stellen, welche Bedeutung der Vertraulichkeit des Wortes im Zeitalter des Internets der Dinge noch zukommt. Anstoß der aktuellen Diskussion gibt ein lesenswerter Kurzartikel auf netzpolitik.org, der etwa den Endbenutzer-Lizenzvertrag von Samsung für Smart-TVs problematisiert. In diesem findet sich u. a. folgende Passage:

Please be aware that if your spoken words include personal or other sensitive information, that information will be among the data captured and transmitted to a third party through your use of Voice Recognition. If you do not enable Voice Recognition, you will not be able to use interactive voice recognition features, although you may be able to control your TV using certain predefined voice commands. While Samsung will not collect your spoken word, Samsung may still collect associated texts and other usage data so that we can evaluate the performance of the feature and improve it.

Konkret geht es bei der aktuellen Diskussion um die Frage, zu welchem Zeitpunkt Sprachdaten von Smart-TVs zur Sprachsteuerung erfasst und vom Wohnzimmer aus an den Smart-TV-Hersteller übermittelt werden dürfen. Verallgemeinert geht es um die viel weitreichendere Frage, unter welchen Umständen Spracherkennung künftig dazu genutzt werden darf, um Nutzern persönliche Assistenzsysteme oder Geräte zur Verfügung zu stellen, die auf Spracheingaben reagieren, ohne dass diese jeweils vorher durch Knopfdruck aktiviert werden müssen.

Tatsächlich ist es nicht überraschend, dass zur Spracherkennung bestimmte Sprachdaten nicht nur lokal auf dem eingesetzten Gerät, sondern auch in Rechenzentren der jeweiligen Gerätehersteller zur Spracherkennung ausgewertet und sogar gespeichert werden. Unter anderem Google geht mit diesem Umstand überaus transparent um und ermöglicht es Nutzern der Google Sprachsteuerung unter https://history.google ...

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