Börsengänge 2014 – Come in and find out?

von Richard Mayer Uellner

9. Februar 2015

Aktienrecht und Corporate Governance

International war das Jahr 2014 ein Rekordjahr für IPOs: Die Zahl der Börsengänge war so hoch wie seit dem Höhepunkt des Neuen Marktes um die Jahrtausendwende nicht mehr. Getrieben wurde dieser Trend hauptsächlich von IPOs in den USA und China, allen voran des chinesischen Onlineriesen Alibaba. Wesentliche Gründe waren regionale Besonderheiten und die hohe Liquidität im Markt sowie positive Kursentwicklungen an den Börsen.

In Deutschland war die Zahl der Börsengänge eher durchschnittlich. Insgesamt gab es in 2014 sieben Börsengänge deutscher Unternehmen und elf Börsengänge ausländischer Unternehmen in Frankfurt. Darunter waren allerdings einige gro�volumige Emissionen wie Zalando und Rocket Internet. Für das Jahr 2015 wird eine vergleichbare Zahl von Börsengängen in Deutschland erwartet.

Trend an die Börse?

Geht der Trend also an die Börse? Aus wirtschaftlicher Sicht womöglich schon. Aus rechtlicher Sicht könnten die immer höheren regulatorischen Anforderungen an börsennotierte Unternehmen dagegen zum Hemmschuh werden.

Selbst im bislang schwächer regulierten Freiverkehr halten über die europäische Marktmissbrauchsverordnung bald verschärfte Veröffentlichungs- und Transparenzpflichten Einzug. Beispielhaft genannt seien die Pflicht zur Veröffentlichung von Insiderinformationen in einer Ad hoc-Mitteilung oder von Geschäften von Führungspersonen mit Aktien der eigenen Gesellschaft (sog. „Directors‘ Dealings“).

Aus Sicht der Anleger ist die höhere Transparenz zunächst positiv. Die steigenden Anforderungen und Kosten könnten allerdings dazu führen, dass vor allem kleineren Unternehmen der Zugang zu Risikokapital erschwert wird ...

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