Brutalo-Einsatz des SEK. Kopfkino oder Realität?

von Viktoria Nagel

Stellen Sie sich vor, Sie liegen schlafend in Ihrem Bett und werden wach, weil Ihnen jemand einen Sack über den Kopf stülpt. Sie werden gefesselt und geschlagen. Quarzhandschuhe sind im Spiel.

Oder die folgende Variante: Die Tür wird eingetreten, Fenster gehen zu Bruch. Vermummte und bewaffnete Männer stürmen ihre Wohnung. Sie werden mit vorgehaltener Waffe aufgefordert, sich auf den Boden zu knien und die Hände über den Kopf zu heben. Sie werden gefesselt, die Kabelbinder schneiden Ihnen ins Fleisch. Von hinten erfolgen mehrere kräftige Tritte mit schweren Stiefeln zwischen Ihre Beine. Sie sind übrigens männlich.

Weitere Alternative: Ihre Wohnung wurde gestürmt. Sie liegen ausgestreckt mit dem Gesicht zur Erde auf dem Boden. Ihre Hände sind auf dem Rücken mit Kabelbindern fest verschnürt. Ein kleiner Tritt von oben auf ihren Hinterkopf. Ihr Kopf knallt auf den Boden. Ihre Nase bricht. Ihr Hund hat wegen des vielen Lärms, der bewaffneten Fremden und Ihrer Angst, die er spürt, in die Wohnung gemacht. Einer der SEK-Beamten tritt aus Versehen hinein und hat danach nichts Besseres zu tun, als seine verkoteten Stiefel an Ihrem Rücken abzustreifen. Habe ich erwähnt, dass Sie kein Oberteil tragen?

Denken Sie vielleicht, so etwas passiert doch nicht bei uns? Oder das machen nur ISIS-Terroristen oder frustrierte Wärter in Guantanamo?

Weit gefehlt. Derartiges passiert in Deutschland. Das SEK macht Hausbesuche.

Ich berichte über einen SEK-Einsatz in Mönchengladbach vor wenigen Tagen. Da soll all das, was ich oben geschildert habe, geschehen sein. Und ich habe noch nicht alles berichtet, was mir zugetragen wurde. Schläge mit Eisenstangen auf den Kopf Gefesselter, die dann später mit dem Rettungswagen aus dem Polizeigewahrsam ins Krankenhaus gebracht werden mussten, habe ich bislang unerwähnt gelassen, auch noch einige weitere Details ...

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