Beweisrecht der StPO

von Mirko Laudon

Das grund­le­gende Prin­zip des deut­schen Straf­pro­zess­rechts ist die Er­mitt­lung des wah­ren Sach­ver­halts, dem­nach die Er­for­schung der ma­te­ri­el­len Wahr­heit. Sei­ner Auf­klä­rungs­pflicht kommt das Ge­richt nach durch die Er­he­bung und Wür­di­gung sämt­li­cher zur Ver­fü­gung ste­hen­der Be­weise, die nicht aus­nahms­weise ei­nem Ver­wer­tungs­ver­bot un­ter­lie­gen. Dem Be­weis­recht hat Ei­sen­berg ei­nen Spe­zi­al­kom­men­tar ge­wid­met, der sich nicht wie üb­lich an der Rei­hen­folge der Nor­men im Ge­setz ori­en­tiert, son­dern sich da­ge­gen the­ma­tisch vor­ar­bei­tet. Der Ver­fas­ser nä­hert sich darin de­tail­liert sämt­li­chen As­pek­ten des straf­pro­zes­sua­len Be­weis­rechts und nimmt auch un­ge­wöhn­li­che Ein­zel­fälle ins Blickfeld.

Der Spe­zi­al­kom­men­tar von Ul­rich Ei­sen­berg ist für den Prak­ti­ker ge­dacht, der sich ein­ge­hend mit Fra­gen be­schäf­tigt, die sich ab­seits der gän­gi­gen und ge­nü­gend in Stan­dard­kom­men­ta­ren be­han­del­ten Pro­bleme be­we­gen. Zwar er­setzt es ei­nen sol­chen Kom­men­tar nicht, er­gänzt ihn aber in her­vor­ra­gen­der Art und Weise, in­dem er das Be­weis­recht na­hezu er­schöp­fend in ei­nem Band dar­stellt und darin auch in­ter­dis­zi­pli­näre Fra­ge­stel­lun­gen mit na­tur­wis­sen­schaft­li­chen, me­di­zi­ni­schen, psy­cho­lo­gi­schen und tech­ni­schen Be­zü­gen berücksichtigt.

Bei der Ar­beit mit dem Buch wird schnell klar, wa­rum der Ei­sen­berg ei­nen fes­ten Platz in der Pra­xis­li­te­ra­tur in­ne­hat – zu­recht darf man von ei­nem Stan­dard­werk spre­chen. Ein­gän­gig be­zieht der Ver­fas­ser all­zeit kom­pe­tent und kri­tisch Stel­lung und bleibt da­bei nicht in theo­re­ti­schen Er­ör­te­run­gen ste­cken, son­dern be­trach­tet die Fra­ge­stel­lun­gen von der ganz prak­ti­schen Seite, etwa wenn es um die Spu­ren­un­ter­su­chung (Rn. 1895 ff.) geht ...

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