Zweimonatsfrist bei Schadensersatz wegen Diskriminierung

Will ein Arbeitnehmer eine Benachteiligung nach dem AGG geltend machen, muss er für alle Schadensersatzansprüche die Zweimonatsfrist des § 1 Abs. 4 AGG einhalten. Diese beginnt in dem Moment, in dem er von der Benachteiligung Kenntnis erlangt (BAG, Urt. v. 21.6.2012 – 8 AZR 188/11).

Die Beklagte suchte im November 2007 in einer Stellenanzeige „motivierte Mitarbeiter/innen für junges Team in der City“ im Alter von 18 bis 35 Jahren. Die Klägerin, damals 41-jährig, bewarb sich unter Beifügung eines vollständigen tabellarischen Lebenslaufs und erhielt am 19.11.2007 eine Absage. Sie erhob am 29.1.2008 Klage auf Entschädigung und Ersatz der Bewerbungs- und Prozesskosten.

Das Arbeitsgericht wies die Klage ab. Das LAG legte dem EuGH die Frage vor, ob die Frist des § 15 Abs. 4 AGG mit europäischem Recht vereinbar ist ...

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