Verwalter ist nicht gleich Verwalter

von Gerhard Ostfalk

Immer wieder bin ich mit Fällen konfrontiert, bei denen meine Mandanten oder Mieter und Wohnungseigentümer die Zuständigkeiten zwischen eines WEG-Verwalters und eines Verwalter des Mietverhältnisse miteinander vermengen.

Kurz: Eine Wohnungseigentümergemeinschaft, die aus mehreren Eigentümern besteht, benötigt jemanden oder eine Institution, die auch dann handlungsfähig bleibt, wenn sich nicht alle Eigentümer einig sind. Deshalb sieht das Wohnungseigentumsgesetzt vor, dass die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer durch Beschluss einen Verwalter nach § 26 WEG bestellen kann.

Der WEG-Verwalter kümmert sich dann um das gemeinschaftliche Eigentum

Die Bedeutung des WEG-Verwalters ist vergleichbar mit der Stellung des Geschäftsführers einer GmbH. Der WEG-Verwalter kümmert sich dann um das gemeinschaftliche Eigentum. Er sorgt dafür, dass das Gemeinschaftseigentum instand gehalten wird und sich alle Eigentümer an den dabei anfallenden Kosten beteiligen.

Der Mietverwalter kümmert sich dann um die vermietete Wohnung

Aber der WEG-Verwalter ist nicht dafür zuständig, die Wohnung eines Miteigentümers zu vermieten. Der betreffende Eigentümer, der seine Eigentumswohnung vermieten möchte, kann dieses Mietverhältnis von einem Verwalter betreuen lassen; in diesem Fall spricht man auch von dem Miet-Sonderverwalter. Er kümmert sich dann um die Vermietung der Wohnung, die Überwachung der Mietzahlungen und um die Abrechnung der Betriebskosten, die im Rahmen des Mietverhältnisses anfallen.

Wir sehen, dass der WEG-Verwalter und der Mietsonderverwalter zwei unterschiedliche Aufgabenkreise wahrnehmen.

Schwierig wird es, wenn WEG-Verwalter und Mietsonderverwalter in einer Person vereint sind

Schwierig wird es für den Laien dann, wenn diese beiden Verwaltungsaufgaben in die Hände einer Person gelegt werden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK