Arbeitsplatzkonflikte sind kein Mobbing

Ein wegen Mobbings zu Schadensersatz oder Schmerzensgeld verpflichtendes Verhalten liegt insbesondere dann vor, wenn es bezweckt oder bewirkt, dass die Würde eines Arbeitnehmers verletzt und ein insgesamt feindliches Umfeld geschaffen wird. Arbeitsübliche Konfliktsituationen erfüllen diese Voraussetzungen jedoch nicht (LAG Hamm, Urt. v. 19.1.2012 – 11 Sa 722/10, n. rk.).

Der Kläger bewarb sich 2001 erfolglos auf einen Chefarztposten in einer neurochirurgischen Klinik. Stattdessen erhielt der Beklagte die begehrte Stelle. 2003 erhob der Kläger erstmals Mobbingvorwürfe gegen den neuen Chefarzt. Anschließend war er längerfristig arbeitsunfähig und in psychiatrischer Behandlung. Inzwischen ist er im medizinischen Controlling eingesetzt. Eine auf Entlassung des Chefarztes und Schmerzensgeld gerichtete Klage gegen den Arbeitgeber endete mit einem Vergleich vor dem BAG (Urt. v. 25.10.2007 – 8 AZR 593/06). Nunmehr macht der Kläger Schadensersatzansprüche gegen den Chefarzt i. H. v. ca. 500.000 Euro wegen Einkommenseinbußen geltend ...

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