Das (zu) aussagekräftige Arbeitszeugnis

von Daniela Windelband

Das Leben hält immer wieder Kuriositäten bereit. Vor dem Hagener Arbeitsgericht hat eine Arbeitnehmerin darauf geklagt (Az. 1 Ca 2432/14), dass ihr Geburtsort Hagen (Westfalen) aus einem Zwischen-Arbeitszeugnis gestrichen wird. Ihrer Meinung nach hat Hagen einen negativen Ruf und sie somit bei Bewerbungen schlechter Chancen als Bewerber die z.B. in München oder Hamburg geboren wurden. Wie der Streit ausgeht ist noch unklar. Bei dem Gütetermin riet die vorsitzende Richterin der Klägerin allerdings, ihre Klage zurückzuziehen.

Wir nehmen diesen Fall zum Anlass Ihnen darzulegen, welche Angaben ein Arbeitszeugnis enthalten muss, welche erlaubt sind und was eben nicht dort hinein gehört.

Rechtsgrundlage

Die Erstellung eines Arbeitszeugnisses für Arbeitnehmer regelt § 630 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) in Verbindung mit § 109 Gewerbeordnung (GewO). Das BGB formuliert die Pflicht zur Zeugniserstellung.

„Bei der Beendigung eines dauernden Dienstverhältnisses kann der Verpflichtete […]ein schriftliches Zeugnis über das Dienstverhältnis und dessen Dauer fordern. Das Zeugnis ist auf Verlangen auf die Leistungen und die Führung im Dienst zu erstrecken. […]Wenn der Verpflichtete ein Arbeitnehmer ist, findet § 109 der Gewerbeordnung Anwendung.“

Die Inhalte werden in § 109 GewO geregelt:

„(1) Der Arbeitnehmer hat bei Beendigung eines Arbeitsverhältnisses Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis ...

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