Zuviele Frauen im Betriebsrat? Problematisch?!

von Thorsten Blaufelder

Kommt ein Mann bei einer Betriebsratswahl wegen der gesetzlichen Geschlechterquote nicht zum Zuge, kann der Betriebsrat später keine Korrektur im Nachrückverfahren verlangen. Es ist nicht zu beanstanden, dass das Minderheitengeschlecht in der Belegschaft im Betriebsrat überrepräsentiert ist, entschied das Arbeitsgericht Köln in einem aktuell veröffentlichten Beschluss vom 12.11.2014 (AZ: 17 BV 296/14).

Nach den gesetzlichen Bestimmungen muss bei einer Betriebsratswahl mit drei oder mehr Betriebsratsmitgliedern jenes Geschlecht, welches in der Belegschaft in der Minderheit ist, im Betriebsrat mindestens anteilig vertreten sein.

Im konkreten Fall wurde bei einer Betriebsratswahl deshalb ein männlicher Bewerber von einer Frau verdrängt. Der Mann erzielte zwar mehr Stimmen als eine weibliche Bewerberin. Da Frauen in dem Betrieb jedoch die Minderheit darstellten, kam die im Betriebsverfassungsgesetz bestehende Geschlechterquote zur Anwendung. Der Mann wurde daher von seiner weiblichen Kollegin „verdrängt“.

Als später ein anderes männliches Mitglied aus dem Betriebsrat ausschied, rückte eine weitere Frau nach. So kam es zu einer höheren Frauenquote im Betriebsrat ...

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