Wenn Chefs ihre Mitarbeiter als Firmenwerbeträger auf zwei Beinen {kostenlos aus-}nutzen…

von Liz Collet

…. dann hat das ein Gschmäckle, das spätestens dann, wenn man sich trennt, zu Ärger führen kann.

Und bis zum Bundesarbeitsgericht, weil’s dann nicht mehr jedem der Beteiligten schmecken kann, noch weiter kostenlos dafür sein Gesicht hinzuhalten.

Für Werbung auf der Website des Ex. Also: Ex-Arbeitgebers.

Kann man doch aber vorher wissen, oder? Werden Sie vielleicht flott dahinsagen. Aber mal Hand auf’s Herz: Wenn IHR Arbeitgeber Sie auffordert, in einem Video über den Betrieb ebenso wie andere Kollegen bei der Arbeit gefilmt zu werden, damit das auf der Unternehmenswebsite platziert wird, würden SIE da völlig ungeniert “Och nööööö, lass’ mal, Chef, mach Du das mal allein oder mit den anderen!” sagen?

Würden Sie anfangen zu diskutieren, dass da ja auch mal der Kollege Müller an Ihrer Maschine stehen kann, für die Filmaufnahmen?

Und was würden Sie wohl noch an Standhaftigkeit dagegen setzen, wenn Sie zu hören bekommen (könnten):

“Das soll doch authentisch sein. Die Leute sollen doch sehen, WER hier welche Arbeit macht und eben einen persönlichen Bezug dazu bekommen. Das ist doch eine Sache der Kundenbindung, des Vertrauens! Davon lebt doch schliesslich auch Iiiiiihhhhr Job hier……..

(Subton überlasse ich Ihrer lebhaften Fantasie)

….noch, jedenfalls.

(Subtondramaturgie de Luxe).

Oder stehen Sie etwa nicht mehr für unseren Betrieb hier 150% ? Na, das ist ja interessant……….”

Soll ich weiterspielen? Sie wissen längst, worauf ich hinaus will, n’est-ce pas?Manches muss man gar nicht erst gesagt bekommen, womit man an Erwartung zu rechnen hat oder zu tun bekommt, wenn Arbeitgeber nicht professionelle Videoaufnahmen mit Models für Symbolfotos vom Fotografen gegen entsprechendes Honorar (an Models und Fotograf, der diese bezahlt) machen lässt oder Fotos und Videos aus Stockagenturen thematisch passend auf seine Firmenwebsite setzt ...

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