Regelmäßige Arbeitsstätte trotz befristeten Vertrages

von Anne Kathrin Keller

Anne-Kathrin Keller | 4. Februar 2015

Ein Arbeitnehmer ist nicht allein deshalb ohne regelmäßige Arbeitsstätte tätig, weil er eine Probezeit vereinbart hat, unbedingt versetzungsbereit oder befristet beschäftigt ist. Fahrten zu seiner Arbeitsstätte kann er daher zwar über die Pendlerpauschale geltend machen, nicht aber als Werbungskosten absetzen. So entschied der Bundesfinanzhof (BFH) im Fall eines Angestellten, dessen Arbeitsverhältnis auf ein Jahr befristet war und bei dem die Probezeit sechs Monate betrug. Dieser hatte vergeblich versucht, seine tatsächlich angefallenen Kosten für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in seiner Steuererklärung als Werbungskosten geltend zu machen. Er argumentierte, er sei der Betriebsstätte des Arbeitgebers nicht dauerhaft zugeordnet, und verfüge deshalb über keine regelmäßige Arbeitsstätte. Fahrkosten seien daher nicht lediglich im Rahmen der Entfernungspauschale, sondern wie bei einer Auswärtstätigkeit nach Dienstreisegrundsätzen zu berücksichtigen. Dieser Argumentation folgten das Finanzamt und später auch der BFH nicht ...

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