Geschäftsmodelle für Photovoltaikanlagen nach der EEG-Novelle

von Dr. Peter Nagel

● Simon Trockel und Julian Schönbeck, EnergieAgentur NRW ●


Die direkte Förderung durch das EEG verliert für Betreiber von Photovoltaikanlagen immer mehr an Bedeutung. Geschäftsmodelle wie das Mieterstrom-Modell, die weitestgehend auf die garantierte EEG-Vergütung verzichten, haben sich bereits etabliert. Sie profitierten bisher von Vergünstigungen, die das EEG 2014 jedoch beschnitten oder abgeschafft hat. Die Frage ist, ob solche Modelle künftig für Solarstrombetreiber noch wirtschaftlich sind.


Vor dem Hintergrund der Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2014 sollen zwei in der Vergangenheit attraktive Geschäftsmodelle für die Photovoltaik näher betrachtet werden: Der Eigenverbrauch und die direkte Stromlieferung vor Ort. Beim Eigenverbrauch nutzt der Betreiber die Solaranlage, um seinen Strombezug zu verringern und sich (anteilig) mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen. Bei der Stromlieferung vor Ort wird der solare Strom an Dritte in unmittelbarer Nähe vermarktet, etwa durch gezielte Stromlieferverträge mit Gewerbebetrieben oder Mietern. Dabei kann es hier nur um grundsätzliche Einflussparameter auf die mögliche Rentabilität dieser beiden Modelle gehen und keine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ersetzen, die im Rahmen einer Projekt-Planung unerlässlich ist.

Vermiedene Netzstrombezugskosten

Für eine erste, überschlägige Betrachtung müssen die prognostizierten Ausgaben und Einnahmen des Photovoltaik-Projektes gegenübergestellt werden. Auf der Einnahmenseite stand bis vor einiger Zeit zumeist allein die gesetzliche Vergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Vergütung). Jedoch sind die Zeiten, in denen die Wirtschaftlichkeit eines Solarstrom-Projekts allein auf Basis der Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre ermittelt werden konnte, weitestgehend vorbei ...

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