Unzulässiger Vertrieb von Bots für Onlinespiele

von Sebastian Feifel

Das OLG Hamburg (OLG Hamburg, 3 U 86/13 = GRUR 2015, 42) hat in Einklang mit der „Runes of Magic“ Entscheidung (LG Hamburg, NJOZ 2012, 257), festgestellt, dass der Vertrieb von Bots (Automatisierungssoftware) für Onlinespiele eine unlautere, vertriebsbezogene Behinderung unter dem Aspekt der Absatz- und Vertriebsstörung, im Sinne von §4 Nr. 10 UWG, darstellt. Im vorliegenden Fall ging es um das Onlinespiel „World of Warcraft“.
Der Anbieter kann in den Nutzungsbedingungen festhalten, dass solche Bots nicht erlaubt sind. Hierbei handelt es sich zwar um AGB gemäß §§ 305 ff. BGB, doch halten diese der Inhaltskontrolle stand und sind auch nicht überraschend (§305c BGB). Das LG Hamburg hielt in der „Runes of Magic“- Entscheidung solche Regelungen noch für „Spielregeln“, welche der AGB-Kontrolle nicht unterliegen würden ...

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