Kommentar: Seehofers nächster Schritt zum Beenden des Atomausstiegs

von Dr. Peter Nagel

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!


Immer neue deutliche Schritte und Ankündigungen lassen befürchten: Ministerpräsident Seehofer und die Staatsregierung wollen in Bayern den Atomausstieg und die Energiewende verhindern. Die Ergebnispräsentation des Bayerischen Energiedialoges lässt keinen anderen Schluss zu.


Um den Ersatz der heute noch mit 47% an der bayerischen Stromerzeugung beteiligten Atomenergie bis 2022 zu schaffen, müssten zügig und in großem Stile die Erneuerbaren Energien ausgebaut werden und vor allem in den Wintermonaten, wenn wenig Sonne scheint und manchmal auch wenig Wind weht, ein Ausgleich mit den neuen geplanten Höchstspannungsleitungen geschaffen werden. Diese sollten dann Windstrom aus dem Norden und Wasserkraftstrom aus Skandinavien nach Süden führen.


Beides aber torpediert die Staatsregierung. Die geforderten Erdgaskraftwerke werden den Atomausstieg nicht kompensieren können und führen zudem in noch tiefere Abhängigkeiten von russischen Energielieferungen.


In Berlin hat die CSU längst mit der EEG-Novelle an der Verhinderung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien mitgewirkt. Der jährliche Zubau von Solarstrom wurde damit bereits um mehr als 75 % reduziert. Den Biogasausbau hat die EEG-Novelle fast völlig zum Erliegen gebracht. Und die kurz vor dem Beginn des Energiedialoges verabschiedete neue 10H-Abstandsregelung wird den Windkraftausbau in Bayern völlig verhindern ...

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