In der Stadt am Meer

von Dr. Andreas R. J. Schnee-Gronauer
Ich war Anwalt in einer größeren Kanzlei in einer kleinen Stadt am Meer. Der Sparkassendirektor war gleichzeitig der Vorsitzende des Sportvereins und ließ keine Gelegenheit aus, für diesen Gelder einzusammeln. Der honorige Makler verdiente sich ein Zubrot damit, dass er die Bieter in Zwangsversteigerungsverfahren dazu überredete, ihm ein paar Scheine zuzustecken die ihn motivierten, nicht mitzubieten. Und der Notar zeigte sich für die eine oder andere Beurkundung erkenntlich. Wie es eben so ist. Einer meiner Mandanten war ein stadtbekannter Unternehmer. Er hatte als Schiffahrtskaufmann begonnen und war mit Grenzhandel zu Geld gekommen, von dem er sich eine riesige Sammlung von Immobilien und Antiquitäten zusammengekauft hatte. Nicht alle Käufe erwiesen sich als gute Investitionen - vor allem, weil er sich nicht von ihnen trennen konnte. Die Schulden wuchsen, und damit die Not. Wir verhandelten mit einer anderen stadtbekannten Größe und seinem Strohmann über den Verkauf eines großen Immobilienpaketes in wunderschöner Lage direkt am Hafen. Unterschiedlicher hätten die Parteien kaum sein können ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK