Hagen oder Karl-Marx-Stadt: Muss der Geburtsort aus dem Arbeitszeugnis raus?

Ein nicht alltäglicher Rechtsstreit beschäftigt derzeit das Arbeitsgericht Hagen in Westfalen. Die ungekündigte Mitarbeiterin eines Möbeldiscounters verlangt von ihrem Arbeitgeber, dass dieser ihren Geburtsort Hagen aus einem kürzlich erteilten Zwischenzeugnis ersatzlos streicht.

Die Beurteilung im Zeugnis selbst ist gut (ein “Zweier”, kein “Einser”) und steht nicht zur Debatte. Warum dann die Klage? Die ebenfalls in Hagen geborene Vorsitzende Richterin äußerte sich zu Beginn der mündlichen Verhandlung laut WAZ online verwundert: “Als ich das gelesen habe – so ganz konnte ich es kaum glauben.“ (Achtung: Befangenheitsproblematik!)

Der Rechtsanwalt der Klägerin erklärte, dass sich niemand seinen Geburtsort aussuchen könne. Und deshalb sei dieser aus dem Arbeitszeugnis zu streichen. Und damit kam er auf den Punkt: „Stellen Sie sich vor, ein Personalchef hat Unterlagen von zwei gleich guten Bewerbern auf dem Tisch. Der eine stammt aus München, der andere aus Karl-Marx-Stadt. Für wen wird er sich wohl entscheiden?“

So ist das also ...

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