Geburtsort im Zeugnis?

von Christian Rolfs

So ein Rechtsstreit ist eher selten: Die Klägerin, seit 15 Jahren bei einem großen Möbel-Discounter beschäftigt, beantragt und erhält ein Zwischenzeugnis. Das bescheinigt ihr durchweg gute Leistungen. Damit ist die Klägerin auch völlig zufrieden. Was ihr aber nicht gefällt ist, dass im Zeugnis ihr Geburtsort (Hagen in Westfalen) genannt wird. Die Klägerin befürchtet dadurch Hemmnisse für ihr berufliches Fortkommen: "Stellen Sie sich vor, ein Personalchef hat Unterlagen von zwei gleich guten Bewerbern auf dem Tisch. Der eine stammt aus München, der andere aus Karl-Marx-Stadt. Für wen wird er sich wohl entscheiden?“ fragt ihr Anwalt rhetorisch.

Unglücklicherweise gerät die Klägerin vor dem ArbG Hagen an die einzige Richterin, die in dieser Stadt auch ihren Wohnsitz hat. Die rät im Gütetermin zur Klagerücknahme: "Das Arbeitsverhältnis besteht noch fort. Man sollte es nicht durch einen Rechtsstreit belasten ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK