Drängler auf der Autobahn - OLG Hamm präzisiert den Tatbestand der Abstandsunterschreitung

Oberlandesgericht Hamm, Beschluss vom 22.12.2014 - 3 RBs 264/14 Drängler auf der Autobahn - OLG Hamm präzisiert den Tatbestand der Abstandsunterschreitung Eine Abstandsunterschreitung kann bereits dann als VerkehrsOrdnungswidrigkeit geahndet werden, wenn der Fahrer zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Fahrt objektiv pflichtwidrig und subjektiv vorwerfbar den Abstand unterschreitet. Feststellungen zu einer "nicht ganz vorübergehenden" Abstandsunterschreitung bedarf es in diesem Fall nicht. Der Sachverhalt

Aus dem Sachverhalt des OLG Hamm (Az.3 RBs 264/14) geht hervor, dass der 23-jährige Betroffene mit einem Pkw Audi die Bundesautobahn in Fahrtrichtung Dortmund befuhr.Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h hielt er den erforderlichen Sicherheitsabstand von 62m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Sein Abstand betrug lediglich 17m.

Abstandskontrolle mittels Videoaufnahme

Der Film der mittels einer Videoaufnahme durchgeführten Abstandskontrolle zeigte das Fahrzeug des Betroffenen erst unmittelbar vor Beginn der eigentlichen Messung, die sich über eine Strecke von 100m erstreckt. Die davor aufgenommene Strecke von 400m zeigte nur das vorausfahrende Fahrzeug, welches das Fahrzeug des Betroffenen verdeckte. Einen zwischenzeitlichen Fahrbahnwechsel eines der beiden Fahrzeuge schloss die Aufnahme aus.

Das Amtsgericht hat den Betroffenen wegen fahrlässiger Unterschreitung des erforderlichen Sicherheitsabstandes zu einer Geldbuße von 160 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt ...

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